Café Morgenland

Am 26.09.2007 wurde in der Lokalausgabe der Frankfurter Rundschau in Zusammenhang mit der austobenden Diskussion um den Moschee-Bau in Frankfurt-Hausen ein Leserbrief abgedruckt. Da - in gewohnter deutschliberaler Manier - der letzte Abschnitt wegzensiert wurde, anbei der vollständiger Leserbrief. Ein Kommentar zu dieser Praxis (sowohl der HausenerInnen als auch der FR) ist überflüssig.

Leserbrief zum Artikel  "Angst macht Hausen feindselig"[i] vom 20.09.2007:
Hassprediger in Hausen

Wer das bisherige Auftreten der Hassprediger von der BI gegen den Bau einer Moschee im Industriehof erlebt hat, kann nur zu dem Schluss kommen, dass die Integration dieser Eiferer in die menschliche Gesellschaft gänzlich gescheitert ist: Sowohl der Integrationsdezernent Diallo als auch die Vertreter der muslimischen Gemeinden wurden in einer Weise angepöbelt und inquisitorischen Verhören unterzogen, die jegliche Grundlage eines menschlichen Umgangs vermissen ließen.

Die "genuin Deutschen" wollen keine "Anderen", sie unterstellen ihnen alles Übel dieser Welt, sie sind entsetzt darüber, dass es so was wie Grund- und Menschenrechte gibt. Alles schon mal dagewesen, nur: Die heutigen Nazi-Parteien werden vor Neid erblasst sein angesichts der Vehemenz dieser Volksbewegung.

Ich hoffe für die muslimische Bevölkerung, dass sich das Problem angesichts des doch eher hohen Durchschnittsalters der ehrenwerten Gesellschaft auf biologische Weise lösen wird. Solange dies aber noch nicht so weit ist, rate ich vor allem meinen Jugendlichen: Meidet den Kontakt, bildet Parallelgesellschaften!


Ein Sozialarbeiter aus Frankfurt-Hausen

 

CM-Notiz: Für den 20. Oktober hat die NPD (Marcel Wöll) eine Demonstration im Industriehof (Moschee-Bauplatz) unter dem Motto:  Stopp die Islamisierung Deutschlands  keine Großmoschee in Frankfurt-Hausen angemeldet.

[i] URL: http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/frankfurt?em_cnt=1213187

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