Café Morgenland

… wenn aus der Wohnungsklingeln die Namen entfernt werden

Griechisches Beobachtungskomitee der Helsinki-Verträge

Presseerklärung
5 Januar 2009

Ängste griechischer Juden nach der neuen antisemitischen Explosion

Das griechische Beobachtungskomitee der Helsinki-Verträge ist nach der Schändung (http://cm.greekhelsinki.gr/index.php?sec=192&cid=3391) der Volos-Synagoge am Silvesterabend Adressat von Briefen von griechischen Juden geworden. Mit Erlaubnis des  Absenders und unter der Bedingung, dass keinerlei Informationen über den Absender bekannt gemacht werden dürfen, veröffentlichen wir einen dieser Briefe, der anschaulich macht, wie in der Provinz viele griechische Juden die Auswirkungen von antisemitischen Aktionen und – vor allem – antisemitischen Veröffentlichungen am eigenen Leib erleben.

Es gibt, nach den Parolenschmierereien an die Synagoge von Volos, die als Angriff verstanden wurden, ein solches Klima der Terrorisierung der Juden in unserer Gemeinde, dass wir uns gezwungen sahen, die Freitagsmesse sowie  jegliche Veranstaltungen/Ansammlungen der kommenden Tage zu verschieben. Manche haben sogar daran gedacht, ihre Namen aus ihrer Wohnungsklinge zu entfernen! Die hier genannte Überlegungen werden verstärkt durch die vielfältigen Geschwätz-Sendungen in lokalen und anderen Kanälen, wo alles in eine Mühle geworfen wird (Juden, Freimauer, Zionismus, Ankunft des Antichrist, das Ende der Welt durch Globalisierung und Ähnliches)!“

 
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