Café Morgenland

Einladung

Der Osten leuchtet. Der Westen auch. Irgendwo im Lande, fast jede Nacht

Angesichts der Ereignisse der letzten Zeit, angesichts der zunehmenden Enthemmung der deutschen Lebensweisen, angesichts des Unwillens und der Unfähigkeit der Mehrheit der deutschen Linken, bis in ihre radikalsten Ausformungen hinein, dieser Sachlage mit adäquaten Antworten und Praktiken entgegenzutreten, möchten wir Gruppen und Einzelpersonen, die zu ähnlichen Befunden kommen, zu einem Treffen in Hamburg einladen.

Wir wollen versuchen,

a) Zu einer Verständigung bzw. gemeinsamen Einschätzung der eskalierenden Situation zu gelangen, und

b) falls dies uns gelingt, eine Diskussion darüber führen ob und wie wir dagegen vorgehen können.

Bei der Diskussion sollten Möglichkeiten und Chancen bezüglich Interventionen an den Orten des Grauens erörtert und vereinbart werden. Im Vordergrund soll die Konfrontation mit dem Mob und seiner Claqueure stehen, jenseits von capital und capitol, TTIP und NSA.

Für uns ist dabei wichtig, die Täter ins Visier zu nehmen, und keinesfalls sich dabei den Kopf zu zerbrechen, warum sie sind wie sie sind bzw. welche ökonomischen, sozialen, mentalen oder kindheitstraumatischen Ursachen ihrem Verhalten zugrunde liegen könnten. Es zählt allein die Tatsache dessen was sie tun.

Aber auch über das neue volksgemeinschaftsstiftende Phänomen der Willkommenskultur soll diskutiert werden. Als Spenden getarnte Kellerräumungen, zum Beispiel, stellen – ungeachtet denkbarer edler Absichten – eine zeitgenössische Alternative zu den Lichterketten der neunziger Jahre dar. Dabei bleibt einzuräumen, dass diese Altkleidersammlungen möglicherweise weniger gefährlich sind, als das Rumlaufen oder -stehen mit brennenden Fackeln an der Hand.

Ort: Hamburg, Rote Flora, erster stock

Zeit: Sonntag den 8. November 2015, ab 11.00 Uhr

Die Kosten für das ausleben des Rassismus möglichst hoch treiben

Da wir keine Einschätzung haben bezüglich des Interesses für ein solches Treffen, wird dringend darum gebeten, spätestens bis zum 28. Okt. eine Zu- oder Absage an cm@cafemorgenland.net zu schicken (keine Antwort ist auch als Absage zu verstehen). Bis 28. Okt. wird dann eine Bestätigung oder Absage (je nach Rückmeldungen) des Termins euch mitgeteilt.

Es wäre gut, wenn diese Einladung an weitere Gruppen und Einzelpersonen, die ihr als relevant erachtet und schätzt weitergeleitet wird. Sie sind ebenfalls herzlich willkommen.

PS: Auch wenn es selbstverständlich sein sollte, nochmal um Missverständnisse zu vermeiden: Die Anwesenheit von Trägern antisemitischer, israelhasssender oder islamophober usw. Ansichten ist unerwünscht.

Café Morgenland, 18. Oktober 2015


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